Dein Kind geht von 0 auf 100.
Manchmal reicht eine Kleinigkeit und plötzlich wird geschrien, geweint, geworfen, geschlagen oder komplett dichtgemacht.
Wut. Angst. Schreien. Weinen. Aggression. Rückzug. Und mittendrin stehst du und fragst dich: Was soll ich jetzt eigentlich tun?
„Starke Gefühle in der Familie sicher begleiten“ hilft dir zu verstehen, was bei Wut, Angst und Überforderung im Körper wirklich passiert – und zeigt dir konkrete, alltagstaugliche Wege, wie Regulation wieder möglich werden kann.
Du lernst nicht nur, was du in einer schwierigen Situation sagen könntest. Du verstehst, warum dein Kind in bestimmten Momenten kaum noch zuhören oder nachdenken kann – und an welchen Stellschrauben du stattdessen ansetzen kannst.
Und fünf Minuten später schreit dein Kind, du wirst selbst immer angespannter und aus einer Kleinigkeit ist plötzlich eine Situation geworden, die die ganze Familie beschäftigt.
Manchmal reicht eine Kleinigkeit und plötzlich wird geschrien, geweint, geworfen, geschlagen oder komplett dichtgemacht.
Du erklärst, beruhigst, tröstest, setzt Grenzen oder fragst, was los ist. Aber dein Kind scheint dich überhaupt nicht mehr zu erreichen.
Du wolltest ruhig bleiben. Wirklich. Aber auch dein eigenes System ist irgendwann voll.
Ein Kind braucht gerade deine volle Aufmerksamkeit und gleichzeitig möchte das nächste gesehen, getröstet oder begrenzt werden. Du stehst dazwischen und fragst dich:
„Wem werde ich hier gerade eigentlich gerecht?“
Warum bin ich wieder laut geworden? Warum eskaliert es bei uns immer wieder? Warum funktionieren all die Tipps bei uns nicht? Und vor allem:
Was kann ich beim nächsten Mal wirklich tun?
Wenn du dich hier wiedererkennst: Das liegt nicht daran, dass du dich zu wenig anstrengst.
Starke Gefühle werden häufig nur über Verhalten betrachtet: Das Kind schreit, schlägt, rennt weg, weint oder blockiert. Aber Verhalten ist nur das, was wir von außen sehen.
Dieses Buch geht einen Schritt zurück und erklärt, was im Körper und im Regulationssystem passiert. Denn wenn du die Stellschrauben kennst, kannst du gezielter handeln.
Was passiert bei Wut, Angst, Stress und Überforderung? Warum kann ein Kind in bestimmten Momenten kaum noch zuhören, nachdenken oder angemessen reagieren? Wenn du verstehst, was gerade passiert, musst du nicht mehr blind ausprobieren.
Regulation passiert nicht nur im Kopf, der Körper spielt eine entscheidende Rolle. Das Buch zeigt verständlich, welche Prozesse eine Rolle spielen können und warum bestimmte körperbezogene Strategien Regulation unterstützen können.
Manchmal ist keine Zeit für lange Gespräche und niemand hat gerade Kapazität für eine komplizierte Methode. Deshalb bekommst du Ideen an die Hand, die auch in stressigen Alltagssituationen einsetzbar sind.
Die Fähigkeit zur Regulation entsteht nicht erst mitten im Wutanfall. Viele Übungen können spielerisch in den Alltag integriert werden. So lernen Kinder Schritt für Schritt:
Selbstregulation für Kinder und Eltern · mit Übungen aus der Ergotherapie
Dieses Buch ist für dich, wenn du dein Kind nicht einfach „ruhig bekommen“ möchtest, sondern verstehen willst, warum es in manchen Momenten nicht anders kann. Es ist für dich, wenn Wutanfälle, Ängste, Geschwisterkonflikte, Überforderung oder impulsives Verhalten euren Familienalltag immer wieder bestimmen.
Es ist auch für dich, wenn du selbst manchmal laut wirst, deine eigenen Gefühle hochkochen oder du nach einer Eskalation denkst:
„So wollte ich eigentlich gar nicht reagieren.“
Und es ist besonders für Familien mit mehreren Kindern gedacht. Denn Familienalltag bedeutet oft: Ein Kind braucht gerade alles von dir – während ein anderes gleichzeitig auch etwas braucht. Das Buch soll dir helfen, Situationen besser zu verstehen, schneller einzuordnen und konkrete Wege zu finden, mit denen wieder mehr Ruhe und Sicherheit entstehen können.
Dieses Buch ist für Fachkräfte, die Kinder mit starken Gefühlen begleiten und in schwierigen Situationen nicht unbegrenzt Zeit für 1:1-Begleitung haben. Ein Kind eskaliert – während eine ganze Kita-Gruppe oder Schulklasse gleichzeitig weiterläuft. Ein Kind schlägt, schreit oder verweigert – und du brauchst etwas, das im echten Alltag funktioniert.
Oder du bist Ergotherapeut:in und bekommst immer häufiger Verordnungen für Kinder mit ADHS, Impulsivität, Aggression, Regulationsproblemen oder emotionalen Schwierigkeiten und fragst dich:
„Was mache ich eigentlich konkret in meiner Stunde?“
Das Buch verbindet Verständnis mit praktischen, spielerischen und körperbezogenen Übungen, die sich in Therapie, Kita, Schule und Alltag integrieren lassen.
Das Ziel ist nicht ein Kind, das nie wieder wütend ist.
Das Ziel ist ein Kind, das sich selbst immer besser versteht und zunehmend eigene Wege zurück in Regulation findet.
Dieses Buch verbindet Grundlagenwissen mit konkreter Anwendung. Du sollst nach dem Lesen nicht nur denken: „Interessant.“
Sondern: „Jetzt weiß ich, was ich ausprobieren kann.“
Was passiert im Körper, wenn Gefühle immer größer werden und Verhalten scheinbar außer Kontrolle gerät?
Was hat Sicherheit mit Regulation zu tun und wie kannst du dein Kind unterstützen, ohne Ängste kleinzureden?
Welche Signale zeigen, dass das System bereits überlastet ist und wie kannst du früher reagieren?
Warum „Denk doch erst nach!“ oft nicht funktioniert und welche Fähigkeiten Kinder vorher brauchen.
Was tun, wenn mehrere Kinder gleichzeitig etwas anderes von dir brauchen und du nicht überall gleichzeitig sein kannst?
Körperbezogene und spielerische Ideen, die sich in Familie, Kita, Schule oder Therapie integrieren lassen.
Ich möchte, dass du verstehst, was gerade passiert.
Ich bin Melanie Wunderling, Ergotherapeutin und Gründerin von Ergoling. In meiner Arbeit mit Kindern, Eltern und Fachkräften sehe ich immer wieder dieselbe Situation: Alle wollen helfen. Eltern, Erzieher:innen, Lehrer:innen, Therapeut:innen.
Aber genau in dem Moment, in dem ein Kind emotional komplett hochfährt, fehlt oft das Wissen darüber, was im Körper überhaupt gerade passiert. Dann wird geredet, erklärt, ermahnt, beruhigt – und manchmal funktioniert davon einfach nichts mehr.
Genau deshalb ist dieses Buch entstanden. Nicht als weitere Sammlung gut gemeinter Erziehungstipps, sondern als verständlicher Blick auf Regulation, Körper und starke Gefühle – verbunden mit konkreten ergotherapeutischen Ideen für den Alltag.
Mein Wunsch ist, dass du nach diesem Buch nicht mehr nur denkst: „Ich müsste einfach ruhiger reagieren.“
„Jetzt verstehe ich, was passiert – und ich weiß, was wir tun können.“
Selbstregulation für Kinder und Eltern. Mit Übungen aus der Ergotherapie.
Für Eltern und Fachkräfte, die verstehen möchten, was hinter Wut, Angst, Stress und Überforderung passiert – und konkrete Strategien suchen, die sich im echten Alltag einsetzen lassen.
Häufige Fragen
Das Buch richtet sich an Eltern und Fachkräfte, die Kinder beim Aufbau ihrer Regulationsfähigkeit und durch starke Gefühle begleiten möchten. Die Inhalte können je nach Entwicklungsstand individuell angepasst werden.